HOTEL DES MONATS

„Romantikhotel“ Zell am See

Romantik pur – in Zell am See                                           

 

        Der Sommer hat Einzug gehalten. Nach etlichen Entbehrungen in der Corona - Zeit und den derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen, heißen nun auch die österreichischen Hotels, wie hier im Salzburger Land, ihre Gäste wieder willkommen. Insidern, Einwohnern und  Stammgästen wird der Metzgerwirt in Zell am See durchaus ein Begriff sein.

      Wie eine Eiche steht das gastliche Traditionshaus seit 1493 mitten im Ort und hat Krieg und Stürme jeglicher Art überlebt. Gleich daneben gesellt sich das zugehörige Schmuckstück eines Romantik-Hotels. Die Bilderbuch-Fassade lässt schon von außen erkennen, wie es innen wohl sein mag. Es ist das einzige Hotel im Pinzgau, das sich nach strengen Kriterien „Romantikhotel“ nennen darf.

       Noch vor Corona feierte der Familienbetrieb, der in fünfter Generation mit viel Sinn für Tradition und großem Engagement tätig ist, sein 100-jähriges Bestehen. Der Urgroßvater des jetzigen Hoteliers, Sebastian Hörl, erwarb 1920 den Besitz und er wurde auch für ein paar Jahre vor dem 2.Weltkrieg Bürgermeister dieser Stadt, bis die Nationalsozialisten ihn absetzten. Noch heute ist die Straße der jetzigen Adresse nach ihm benannt. Weit verzweigt existieren noch 85 Familienmitglieder. Zum Hotel gehört noch die Uroma, die im Frühling 99 Jahre alt geworden ist, sowie die erwachsenen Urenkel Anna und Sebastian. Die männlichen Mitglieder engagieren sich seit eh und je bei der freiwilligen Feuerwehr. Sie dürfen stolz auf ihre Verdienste sein.

       Wer Glück hat, trifft bei seiner Ankunft den  regen Seniorchef, der längst das Zepter in die Hände seines Sohnes Werner und dessen Frau Sabine gelegt hat. Obwohl man sich bei beiden sofort wohl fühlt, kann man noch lange nicht auf die Erfahrung, die Gästebetreuung und den Humor des 85-Jährigen verzichten. Gelegentlich wird man von ihm in den historischen Weinkeller geführt, in dem nicht nur festliche Zweisamkeiten ausgerichtet werden. Hier lagern sie, die guten Tropfen. Beim Schnapstrinken kommen allerdings nicht alle unserer deutschen Landsleute gut weg bei Josef Hörl. „Sie trinken ihn zu schnell und zu kalt, kippen ihn einfach runter.“ Recht hat er! Der erfahrene Mann kann viele gute Geschichten erzählen. Wer tolle Tipps für Ausflüge und Wanderungen braucht, ist ebenfalls bei ihm gut aufgehoben.

      Das Viersterne-Romantikhotel hat 50 Zimmer. Darunter sechs mit eigener Sauna. 10 Gemächer wurden seit Dezember umgestaltet. In den Räumen sind edle Hölzer verarbeitet. Man sagt, der  Duft von Zirbelholz verbessert die Schlafqualität. Das Innenleben des Hotels bietet moderne Technik und eine Zeitreise in die Vergangenheit. Zahlreiche Sammlerstücke, liebevoll zusammengetragen, schmücken die Wände. Außerdem: Es gibt eine Galerie mit ca. 250 hübsch eingerahmten Hochzeitsfotos. Alles Paare, die hier ihre Hochzeitsnacht verbrachten, worunter sich  erstaunlicherweise zahlreiche Briten befinden.

      Außerdem gehört zu den Annehmlichkeiten des Hauses natürlich ein großzügiger Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Dampfbad und ein Garten. Eine kleine Bibliothek und ein Billardraum dienen der weiteren Zerstreuung.

       Die Küche bietet leckere Speisen. Klassiker auf der Speisenkarte sind Gerichte aus dem Pinzgau. Im „Metzgerwirt“ mit Publikumsverkehr, speist man à la carte.

      Reizvoll gestaltet sich der Aufenthalt auf der Dach-Terrasse mit Blick auf die Bergwelt. Von der ebenerdigen Terrasse ist dafür der schöne Rosengarten eine Augenweide. Die Häuser sind miteinander verbunden, angeschlossen ist ein Eiscafé, deren Produkte landesweit schon mehrfach prämiert wurden. Der Zugang ist auch von der Fußgängerzone möglich.

       Das Hotel bietet auch Outdoor-Aktivitäten. Beispiel: Ein romantisches Highlight ist ein Frühstück zu zweit in einer hübsch ausstaffierten Gondel, die über See und Berge schwebt, wobei das Gläschen Sekt nicht fehlen darf. Verfeinert wird dieses Vergnügen bei der unsichtbaren Begleitung durch Johann Sebastian Bach.

Auch eine Oldtimer-Ausfahrt mit einem VW-Käfer wird gern organisiert.  Ebenso eine E-Bike-Tour mit Picknick und Ausflug zum Klammsee der Sigmund-Thun -Klamm in Kaprun.

       Aber es gibt auch im Alleingang vieles zu entdecken. Da man sich schon in der Altstadt befindet, ist der Gang zum See mit seiner märchenhaften Kulisse zumeist die erste Unternehmung. Rund um den vier Kilometer langen See finden Badefreudige fünf Strandbäder. Auf einer Schiffstour lässt sich kaum jemand die sehr schönen Fotomotive entgehen. Mitten im Ort erweckt der Vogt-Turm reges Interesse. Er ist das älteste Gebäude der Stadt. Die fünf Stockwerke beherbergen ein Museum.  Während eines Einkaufbummels laden mehrere Cafés zum Verweilen ein. Und natürlich muss man  mit der Bergbahn auf die Schmittenhöhe, denn von  hier aus lässt es sich gut wandern. Golfer finden dagegen ca. drei Kilometer entfernt eine landschaftlich reizvolle 18-Loch-Anlage vor.

      Wer genügend Zeit hat, sollte das nahe gelegene Kaprun nicht auslassen. Ein Besuch der Stauseen oder der Burg aus dem 12. Jahrhundert ist das Eine. Das Besondere ist der Gletscher in 3203 Meter Höhe. Erst seit November 2019 ist es möglich, direkt vom Ort aus, an der Talstation Maiskogel, mit den Gletscherbahnen auf das Kitzsteinhorn zu gelangen. Allein der Ausblick auf die Hochgebirgslandschaft wird ein bleibendes Erlebnis sein.

      Ob erschöpft oder auch nicht, nach der Rückkehr in das anheimelnde Hotel ist es sehr angenehm, bei dem international renommierten Barkeeper Pascale an der Bar zu sitzen, um beispielsweise einen letzten Schlummertrunk zu nehmen. Das wussten nicht nur einige österreichische Bundespräsidenten zu schätzen...

 

Fotos: Huber/Hörl (6), Thonke (6).Text: Elke Thonke

Information:

Sommernachtsfeste finden bis Ende August jeden Mittwochabend in der Fußgängerzone statt. Gäste erleben ein künstlerisches Flair und sie können kulinarische Leckerbissen genießen. Straßenkünstler und Musik unterstreichen die Atmosphäre.

Zum Zeller Seezauber wird bis zum 15.Oktober jeweils dienstags, donnerstags und sonntags eingeladen. Hier können sich Besucher an Wasser-, Licht-, Musik- und an einer Laser-Show erfreuen

Anreise:  Beispiel mit Flug oder Bahn nach München. Etwa drei Stunden dauert die  weitere Bahnfahrt über Wörgl oder Salzburg bis Zell am See.

Übernachtung: Im „Romantikhotel“ Zell am See.

Zimmer und Suiten  mit Halbpension für 7 Nächte ab 609 bis 952 Euro, mit attraktiven Extras pro Person. Pro Nacht ab 89 Euro. Kinder: Zwischen 25 und 55 Euro.

Bei Buchung von Donnerstag bis Sonntag wird bis Ende Juli der Montag  dazu geschenkt.

Die Zell am See Karte bietet einige finanzielle Erleichterungen. Erhältlich ab der ersten Nacht. Parken pro Woche 35 Euro.

 

www.romantik-hotel.at

E-Mail: info@romantik-hotel.at

Telefon: 0043 06542 72520

E.T.