Hotel des Monats
Victor’s Seehotel Weingärtner, Bostalsee
Als Gerold Weingärtner sein Hotel im Sankt Wendeler Land errichtete, hatte er selbst noch nie in einem übernachtet. Heute erzählt der Unternehmer diese Geschichte mit einem Lachen. Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre ist Gerold Weingärtner 27 Jahre alt, Bäcker- und Konditormeister im Ort. Er hat eine Backstube und eigentlich allen Grund, so weiterzumachen. Doch dann hört er von den Plänen des Landes, den Bosbach aufzustauen. Dort, wo Wiesen und Felder liegen, soll der Bostalsee entstehen. Während viele in der Region bezweifeln, dass das Großprojekt jemals die erhofften Besucher anlocken wird, denkt Gerold Weingärtner weiter. Wenn der See kommt, werden Ausflügler kommen. Und diese brauchen einen Ort zum Einkehren. Mit gerade einmal 20.000 D-Mark Startkapital entscheidet er sich für einen Neuanfang. Er verkauft seine Backstube und investiert in eine Idee, deren Erfolg ausschließlich von einem See abhängt, der noch gar nicht existiert. Hotelerfahrung besitzt er nicht. Er eignet sich das nötige Wissen Schritt für Schritt an.1977 wird der Bostalsee eröffnet und fast zeitgleich sein Café-Restaurant Weingärtner. Der Mut zahlt sich aus. Die Gäste strömen in großer Zahl an den See. Aus dem Café entsteht eine Pension, später ein Hotel. Doch Gerold Weingärtner ist keiner, der sich mit dem Erreichten zufriedengibt. Er spürte, dass Betten und Frühstück allein nicht reichen. Ein Hotel muss eine eigene Identität besitzen und Geschichten erzählen. So entsteht in den 1980er Jahren eine Diskothek. Berühmt wird sie jedoch nicht wegen ihrer Musik, sondern wegen einer Attraktion, die heute kaum noch vorstellbar erscheint. „Wir wollten etwas schaffen, das die Leute so schnell nicht vergessen“, erinnert sich Gerold Weingärtner. Also lässt er den Keller umbauen und den Boden der Diskothek mit Panzerglasflächen verschließen. Darunter entstand ein Becken für lebende Haie. „Die Gäste konnten beim Tanzen den Raubfischen zusehen, wie sie ihre Runden drehen“, erzählt er. Damals war es ein marketingtechnischer Geniestreich, der die „Hailife-Bar“ weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt machte. Doch die Haie waren nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe aufsehenerregender Marketing-Aktionen: Neben regelmäßigen Heißluftballon-Starts direkt vor der Hoteltür sicherte sich Gerold Weingärtner mit dem längsten Spießbraten der Welt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Heute ist die Diskothek verschwunden und die Haie sind längst Geschichte. Das Haus, das mittlerweile zur Victor’s Residenz-Hotels-Gruppe gehört, hat sich komplett neu erfunden. Wo einst wilde Partys gefeiert wurden, finden Gäste heute eine stilvolle Oase für Wellness, Naturerlebnisse und professionelle Tagungen. Als erstes Bogensporthotel des Saarlandes zieht es Pfeil-und-Bogen-Begeisterte aus ganz Europa an. Gerold Weingärtner verfolgt die Entwicklung seines Lebenswerks bis heute gemeinsam mit Hoteldirektorin Cindy Manfra. Wenn er auf die vielen ungewöhnlichen Ideen seines Unternehmerlebens zurückblickt, sagt er „Jede Zeit hat ihre Ideen.”
Heidrun Lange
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Victors Seehotel Weingärtner am Bostalsee
Victor's Seehotel Weingärtner
Bostalstraße 12
66625 Nohfelden-Bosen
Telefon: +49 6852 889-0
https://www.victors.de/hotels/victor-s-seehotel-weingaertner
Auf dem Hotelgelände befindet sich ein großer Bogen-Schießplatz, der neben einer Vielzahl von 3D-Tieren auch einige WA-Scheiben bereithält. Die Distanzen, auf die geschossen werden kann, reichen bis zu 70 Meter. Dies entspricht genau den Anforderungen der Olympioniken an eine adäquate Trainingsumgebung.
Als Freizeitgast in den saarländischen Hotels erhalten Sie ab zwei Übernachtungen – zusätzlich zu hoteleigenen Leistungen – die kostenlose digitale Saarland Card, die Ihnen freien Eintritt zu über 100 Attraktionen sowie freie Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten Saarland bietet.
Anreise: Vom Bahnhof Türkismühle aus erreichen Sie das Hotel mit der Buslinie R11 in Richtung Center Parcs/Selbach. In Bosen steigen Sie an der Haltestelle „Hirzenbruch“ aus – dann sind es nur noch zwei entspannte Gehminuten bis zum Hotel.
Auf Wunsch steht zur An- und Abreise auch ein Shuttle Service zum Bahnhof zur Verfügung.